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Traditionelle Chinesische Medizin

Unter Traditioneller Chinesischer Medizin, abgekürzt TCM, verstehen wir heute die Ecksäulen Akupunktur, Arzneimitteltherapie, Tuina-Massagetherapie, Ernährungslehre und die chinesische Bewegungslehre, d.h. Qi gong und Taijiquan. Dieses überlieferte medizinische Wissen hat sich ähnlich der heilkundlichen Entwicklung im Abendland in viele verschiedene Richtungen auf unterschiedlichen Ebenen dynamisch entwickelt.

 

Früheste schriftliche Zeugnisse über ein facettenreiches heilkundliches Wissen wurden 1973 in der Provinz Hunan in der 168 v.Chr. geschlossenen Grabstätte von Mawangdui als Grabbeigabe entdeckt. Neben magischen und dämonologischen Inhalten finden sich in den 15 heilkundlichen Texten Rezeptvorschläge, die von einem "anspruchsvollen pharmazeutischen Wissen" zeugen. Über den genauen Ursprung der Akupunktur bestehen international unterschiedliche Meinungen; eine frühe Anwendung von Spitzsteinen, Bambus- und Knochennadeln zur Öffnung von Abszessen oder als Aderlass scheint allerdings plausibel.

 

Auch finden sich in dem um 300 - 100 v. Chr. in China von unbekannten Autoren zusammengetragenen, uns unter dem Namen Huang Di Nei Jing (Innerer Klassiker des Gelben Kaisers) überlieferten Werk schon genaue Beschreibungen von sog. Leitbahnen, auf denen Nadelstiche vorzunehmen seien, außerdem genaue Anleitungen zur therapeutischen Verbrennung von Beifußkraut, der sogenannten Moxibustion, Schröpfkopfbehandlung, der Zungen- und Pulsdiagnostik.